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Vom 27. bis 31. März war das MISEREOR-Hungertuch Gegenstand der Betrachtungen bei der ökumenischen Frühschicht der Erwachsenen

Bei der Spendenaktion im Rahmen der Erwachsenen-Frühschicht wurden 500 Euro zugunsten der Hungerhilfe im Südsudan gesammelt. Allen Spendern ein herzliches "Vergelt's Gott!"

ICH BIN, WEIL DU BIST“

Frühschicht für Erwachsene in der „Hl. Familie“Auf die immer noch wirksame Initiative eines ökumenischen Familienkreises von vor mehr als dreißig Jahren hin lädt die Pfarrei „Zur Hl. Familie“ in der Fastenzeit eine Woche lang zu einer ökumenischen „Frühschicht“. Beim Worte genommen gilt dafür allerdings der Spruch (etwas abgewandelt): „Früher Wurm hat Gold im Mund.“ Dem wollten dieses Jahr nur ein gutes Dutzend Leute auf den Zahn fühlen, war doch 6 Uhr nach der Zeitumstellung gefühlt noch mal eine Stunde früher. So hindert wohl nicht nur im Krankenhausbereich ein Bett bei dem einen oder anderen den erfolgreichen Aufbruch.Wie regelmäßig in letzter Zeit stand auch diesmal das aktuelle Hungertuch von „Misereor“ im Mittelpunkt der fünf halb- bis dreiviertelstündigen Besinnungen. Dieses Mal war es in ganz eigenartiger Technik gemalt von Chidi Kwubiri, einem international bekannten Künstler aus Nigeria. Zum Thema nahm er das afrikanische Sprichwort: „Ich bin, weil du bist“, eine Aussage, die auf Anhieb einem Mitteleuropäer fragwürdig ist, für den nicht der Mitmensch, sondern die Selbstverwirklichung im Vordergrund steht („Ich denke, also bin ich.“) Ein langjähriges Team, bestehend aus Ursula Kelm, Maria Hisch, Gustav Eichler und Bruno Maroscheck, der mit seiner Gitarre schon immer für die Musik zuständig war, gestaltete die Gottesdienste im Wechsel unter der Leitung von Pastoralreferent Wolfgang Pfeifer und - ganz neu - der begeisterten Mitwirkung von Pfarrer Matthias Hörning aus „St. Johannis“. Er erschien nicht nur tapfer jeden Morgen, sondern machte sich am Ende das Unternehmen „Frühschicht“ in dankbarer Weise zum zukunftsträchtigen Anliegen. Am Freitagmorgen gestaltete er federführend den eindrucksvollen Abschluss. Dabei brachte er - in Deutung der weißen Linie zwischen den Bildern - besonders zum Ausdruck, dass der Stachel der Trennung zwischen den Konfessionen dazu an-“stacheln“ möge, das uns Christen Einende in den Blick zu nehmen. Dieses Gemeinsame sei die Realität und werde nur leider hartnäckig durch die Brillen und Folien der jeweiligen Traditionen und Institutionen verdeckt. Die Trennlinie sei eben wie ein weißes Blatt, auf dem „Nichts“ steht. Mit Liedern, Gebeten, Schrifttexten und Meditationen wurde im Laufe der Woche das Bild in seinen Elementen lebendig und für nicht wenige in ihrem Alltag zugänglich gemacht. Die positiven Reaktionen der Teilnehmer macht den Organisatoren Mut, trotz der geringen Zahl der Teilnehmer in diesem Jahr, auch im nächsten Jahr weiterzumachen, freilich in der Hoffnung, dass dann wieder mehr Leute das Angebot annehmen. 

 

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