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Firmung - Was ist das überhaupt?

Rein Formal ist es die Vollendung der Taufe. Sie macht uns also zu „vollwertigen“ Christen, die alle Rechte und Pflichten haben, also beispielsweise die Möglichkeit ein Patenamt zu übernehmen. Man kann die Firmung aber auch als Sakrament an der Schwelle zum Erwachsenwerden deuten.

Im letzten Jahr wurde das Konzept der Firmvorbereitung umgestellt und reduziert. Denn die Jugendlichen sollen nicht in einer Art zweitem Religionsunterricht theoretisch, sondern möglichst praktisch erfahren, was diese Kraft ist, die wir Christen „Heiligen Geist“ nennen. In ihnen soll auch das Vertrauen gestärkt werden, dass sie auf ihrem Weg ins Erwachsenwerden nicht alleine sind.

Die Firmvorbereitung beginnt also wie in den Vorjahren mit dem Firmwochenende auf dem Volkersberg, wo die Jugendlichen sich in Gesprächsgruppen und Kreativarbeit mit ihrem Glauben auseinandersetzen können. Daneben besteht die Möglichkeit im Hochseilgarten die eigenen Grenzen auszutesten und auch über sich hinauszuwachsen. In den gottesdienstlichen Einheiten können sie auf unkonventionelle Weise - mit ihren Liedern und mit ihren Worten - mit sich selbst, miteinander und mit ihrem Gott in Kontakt kommen.

Im „Engelprojekt“ - dem Ersatz für das Firmpraktikum - unterstützt jeder der Firmlinge mit seinen Fähigkeiten einen Stand bei den Nikolaustagen in Karlstadt, an dem gebastelte und gebackene Engel für einen guten Zweck verkauft werden. Den guten Zweck dürfen die Firmlinge selbst mitbestimmen. Im letzten Jahr konnten z. B. 450 € für die Elterninitiative leukämie- und tumorkranker Kinder Würzburg e.V. (Station Regenbogen) eingenommen werden - ein tolles Ergebnis, das ohne den Einsatz der Jugendlichen nicht möglich gewesen wäre. Jeder kann mit dem, was er oder sie gut kann, Menschen helfen, denen es nicht so gut geht - auch eine Art wie der Heilige Geist in ihnen wirkt.

Der letzte Teil der Firmvorbereitung ist dann die Beichte. Diese soll die Jugendlichen noch einmal in dem Vertrauen stärken, dass sie nicht perfekt sein müssen und dass sie nicht alles mit sich selbst ausmachen müssen. Sie können ihre Sorgen jemandem anvertrauen und dabei hoffentlich den Geist spüren, der befreit.

Der Heilige Geist ist also nicht etwas, das erst mit der Salbung durch den Bischof auf magische Art und Weise in die Jugendlichen hineinfährt, sondern er wirkt bereits in jedem Menschen. Die Firmung soll sie darin wie der Name schon sagt „bekräftigen“.

Kontakt

Sandra Lohs

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